Eine Beziehung ist eine Verbindung zwischen Tabellen. Im
Relationenmodell werden Beziehungen zwischen zwei Tabellen über ein
gemeinsames Attribut hergestellt, das in beiden Tabellen (unter dem gleichen
oder verschiedenen Namen) vorkommt.
Eine gute Einführung in Beziehungen unter MS Access erhalten Sie in
Beziehungen.
Die folgende Abbildung zeigt eine 1:m-Beziehung zwischen den Beispieltabellen VERANSTALTUNG und ORGANISATION: Zu jeder Zeile der Veranstaltungstabelle gehören 0, 1 oder mehrere Zeilen der Organisationstabelle, weil Information zur Spalte Name der Organisationstabelle in der gleichnamigen Spalte der Veranstaltungstabelle nachgeschlagen werden kann. Name ist in der Veranstaltungstabelle Identifikationsschlüssel (Primärschlüssel). Das Attribut Name der Organisationstabelle heisst Fremdschlüssel, weil es in der "fremden" Tabelle VERANSTALTUNG Primärschlüssel ist. Das gemeinsame Attribut Name ermöglich die Verbindung zwischen den beiden Tabellen, es heisst deshalb Verbundattribut. Die Tabelle, deren Verbundattribut Primärschlüssel ist, heisst Haupttabelle. Die Tabelle mit dem Fremdschlüssel heisst Detailtabelle, weil sie jeden Satz der Haupttabelle durch 0, 1 oder mehrere Sätze "detailliert".

1:m-Beziehungen (auch 1:n-Beziehungen genannt) kommen oft vor. Datenbanksysteme bieten deshalb eine eingebaute Funktion an, welche regelmässig prüft, ob die Bedingungen der 1:m-Beziehungen gewahrt bleiben (referenzielle Integrität).
Eine 1:1-Beziehung ist hingegen selten. Sie entsteht durch die horizontale Teilung einer Tabelle und kann die Übersichtlichkeit der Datenbank oder die Zugriffsgeschwindigkeit erleichtern. Ein weiterer Grund für ein 1:1-Beziehung können unterschiedliche Sicherheitsdefinitionen für die entstehenden Tabellen sein.
Eine m:n-Beziehung ist schliesslich eine Beziehung zwischen zwei Tabellen, in denen der Primärschlüsselwert jeder Zeile der einen Tabelle dem Fremdschlüsselwert mehrerer Zeilen der anderen Tabelle und umgekehrt entspricht. In relationalen Datenbanken kann eine m:n-Beziehung nur durch eine Dritttabelle, eine sogenannte Verbindungstabelle, abgebildet werden. Sie muss die Primärschlüssel der beiden anderen Tabellen enthalten, damit man über sie indirekt die m:n-Verbindung herstellen kann.
In SQL werden zwei Tabellen wie folgt verknüpft:
SELECT Spalten der Ergebnistabelle
FROM Tabelle_1, Tabelle_2
WHERE Verbundspalte_Tabelle_1 = Verbundspalte_Tabelle_2
MS Access modifiziert diesen Standardbefehl um die proprietären Schlüsselwörter INNER JOIN ... ON:
SELECT Spalten der Ergebnistabelle
FROM Tabelle_1 INNER JOIN Tabelle_2
ON Verbundspalte_Tabelle_1 = Verbundspalte_Tabelle_2
Die Erweiterung INNER JOIN ... ON erlaubt MS Access die Erzeugung einer Ergebnistabelle (eines sogenannten Dynasets), deren allfällige Änderungen auf die Ausgangstabellen Tabelle_1 und Tabelle_2 durchschlagen.